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<channel><title><![CDATA[Oliver M&eacute;nard - Mein Berlin]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin]]></link><description><![CDATA[Mein Berlin]]></description><pubDate>Mon, 05 Jan 2026 10:55:16 +0100</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Gefahr]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/gefahr]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/gefahr#comments]]></comments><pubDate>Thu, 06 Dec 2018 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/gefahr</guid><description><![CDATA[       Meine Freundin Claudine ist der einzige mir bekannte Mensch, der in vier unterschiedlichen Oktaven lachen kann. Sie schnarrt, japst und gluckst - dabei klingt sie wie ein John Deere-Traktor, der kurz vor dem Auseinanderfallen steht. &bdquo;Irre. Komplett irre&ldquo;, ruft sie mir immer wieder &uuml;ber den Rand ihrer Teetasse zu.Was Sie erheitert? Eine Leserin hat sich bei mir gemeldet. Die machen das recht h&auml;ufig, und das sollen sie auch. Ich habe Spa&szlig; daran. Meist. Diese Lese [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/kratzi_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Meine Freundin Claudine ist der einzige mir bekannte Mensch, der in vier unterschiedlichen Oktaven lachen kann. Sie schnarrt, japst und gluckst - dabei klingt sie wie ein John Deere-Traktor, der kurz vor dem Auseinanderfallen steht. <em>&bdquo;Irre. Komplett irre&ldquo;</em>, ruft sie mir immer wieder &uuml;ber den Rand ihrer Teetasse zu.<br /><span></span>Was Sie erheitert? Eine Leserin hat sich bei mir gemeldet. Die machen das recht h&auml;ufig, und das sollen sie auch. Ich habe Spa&szlig; daran. Meist. Diese Leserin aber hat in mir einen Feind der Gesellschaft enttarnt. Ein Monstrum, das sich in einer menschlichen H&uuml;lle verbirgt. Diese Geschichte beginnt mit ihrem Mann, der mein Buch gekauft hat.<br /><span></span>H&auml;tte er das doch blo&szlig; nicht getan:<br /><span></span></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/img-4219.jpg?1708723189" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/img-4220.jpg?1708723202" alt="Bild" style="width:604;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/img-4221_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Deutsche Omas werden von ihren Enkelkindern &uuml;ber die Feiertage an Angelhaken aufgeh&auml;ngt, weil sie die Methodik meines Serienm&ouml;rders kopieren. Ich selbst habe als Kind mit Begeisterung Modellflugzeuge zusammengebastelt. Sicher h&auml;tte ich mich einer Erweiterung dieser Idee nicht verschlossen. Kreativit&auml;t kann nur bewusstseinsf&ouml;rdernd sein.<br /><em>&bdquo;Lade die Frau doch mal zu &#715;nem Punsch ein.</em>&ldquo; Claudine l&auml;sst einen Zuckerw&uuml;rfel in ihre Tasse fallen. Er versinkt in der rabenschwarzen Br&uuml;he. <em>&bdquo;Mal sehen, was das f&uuml;r eine ist.&ldquo;</em><br /><em>&bdquo;Exzellente Idee. Vielleicht umarmen wir uns auf dem Weihnachtsmarkt unter einer Tanne und teilen uns Mandelkekse.&ldquo;</em> Und sp&auml;ter, viele Jahre sp&auml;ter, wird sie mir zuraunen: <em>&bdquo;Du, wei&szlig;t du noch ... damals ... diese Sache mit dem Angelhaken?&ldquo;</em><br />Ohne Leser sind Autoren nichts. Wir geh&ouml;ren zusammen. Kaugummi pappt auch von allen Seiten, wenn wir ihn aus dem Mund nehmen. &Uuml;bellaunige Verwandte sind da eben auch im Paket. Und das muss auch so sein. Lehrreich ist es immer.<br />Ein Leser hat mir einmal meinen ersten Thriller zur&uuml;ckgesandt - mit ausf&uuml;hrlichen Anmerkungen am Rand. Er schlug mir verbesserte T&ouml;tungsmethoden mit diversen Maschinen vor. Um seinen interessanten Ideen (wie er meinte) Nachdruck zu verleihen, malte er sogar kleine Skizzen aufs Papier. Mit Kugelschreiber. Und mit festem, mit sehr festem, Andruck des Stifts. Ich musste sein Gekritzel mit einer Lupe entziffern, und war dann doch &uuml;ber den besonderen Detailreichtum seiner Konstruktionen erstaunt. Wom&ouml;glich handelte es sich um einen pensionierten Ingenieur, der sich die stillen Stunden seines Rentnerdaseins vers&uuml;&szlig;te. Klar, auf den verfluchten Tanztee im Altenheim hatte er null Lust.<br /><em>&bdquo;Komm, wir gehen einen Gl&uuml;hwein kippen.&ldquo;</em> Claudine schl&auml;gt die Tasse auf meinen Tisch, der daraufhin heftig vibriert. <em>&bdquo;Wir wummern uns sch&ouml;n was in den Kopf.&ldquo;</em><br /><em>&bdquo;Machen wir.&ldquo;</em> Ich stehe ohnehin auf Realit&auml;tsfilter, die meinen stressigen Dezember in Watte packen. Gerne auch so viel, bis ich daran ersticke.<br />Ich w&uuml;nsche euch sch&ouml;ne Feiertage. Und ... tut mir den Gefallen - passt um Himmelswillen auf eure Omas auf.<br />Nur so.</div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Haustier]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/haustier]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/haustier#comments]]></comments><pubDate>Wed, 28 Jun 2017 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/haustier</guid><description><![CDATA[TAUSCHE BESTE FREUNDIN GEGEN HAUSTIER          [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">TAUSCHE BESTE FREUNDIN GEGEN HAUSTIER</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/footlose_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[February 23rd, 2024]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/february-23rd-2024]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/february-23rd-2024#comments]]></comments><pubDate>Fri, 04 Nov 2016 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/february-23rd-2024</guid><description><![CDATA[WOVOR AUTOREN WIRKLICH ZITTERN - DAS GEHEIMNIS DES GRAUEN GREIFERS         Tats&auml;chlich hat sich bei mir eine befreundete Autorin &uuml;ber ihr Publikum bei Lesungen beschwert. "Die haben die Aldi-T&uuml;ten noch unterm Arm und h&auml;ngen sich dann bei mir zum D&ouml;sen ab. Bei meiner Lesung. Das glaubst du nicht. Und gekauft haben die auch nichts. Und nur bl&ouml;de Fragen gestellt. Einer hat sogar &rsquo;ne Thunfischdose aufgemacht und mit einer Plastikgabel in der Dose rumgestochert."Ic [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">WOVOR AUTOREN WIRKLICH ZITTERN - DAS GEHEIMNIS DES GRAUEN GREIFERS</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/img-1639_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Tats&auml;chlich hat sich bei mir eine befreundete Autorin &uuml;ber ihr Publikum bei Lesungen beschwert. <em>"Die haben die Aldi-T&uuml;ten noch unterm Arm und h&auml;ngen sich dann bei mir zum D&ouml;sen ab. Bei meiner Lesung. Das glaubst du nicht. Und gekauft haben die auch nichts. Und nur bl&ouml;de Fragen gestellt. Einer hat sogar &rsquo;ne Thunfischdose aufgemacht und mit einer Plastikgabel in der Dose rumgestochert."</em><br /><span></span>Ich mag ja solche Geschichten. In Berlin, und darum geht es hier, ist alles immer ein bisschen anders - und von mir aus darf ein Zuh&ouml;rer auch mitten in der Lesung sein Bierchen zischen. St&ouml;rt mich nicht. Ist echt, und muss vielleicht auch so sein. Tats&auml;chlich aber sind mir seit meinen &ldquo;Federspiel-Lesungen&rdquo;, so unterhaltsame Charaktere begegnet, dass ich von Berlin &uuml;ber Braunschweig und von Leipzig bis nach Linz ein ganz eigenes Kuriosit&auml;tenkabinett habe. Anschnallen. Da sind sie: Zuh&ouml;rer, die Autoren zum Zittern bringen:<br /><span></span><strong>Der graue Greifer:</strong> Er ist mindestens achtzig, kommt nach der Lesung zu mir und packt beide meiner H&auml;nde: <em>&ldquo;Sie haben zu viele Gedanken da oben drin. (deutet auf meinen Kopf) Da m&uuml;ssen Sie aufpassen.&rdquo;</em><br /><span></span>Klingt wie eine Drohung. Meine H&auml;nde h&auml;lt er immer noch. Stahlgraue Augen kleben an mir.<br /><span></span><em>&ldquo;&rsquo;n guter Freund von mir ist auch so wie Sie. Jetzt hat er Alzheimer.&rdquo;</em><br /><span></span><em>&ldquo;Tut mir leid.&rdquo;</em><br /><span></span>Er presst meine H&auml;nde noch st&auml;rker. <em>&ldquo;Im Rollstuhl sitzt er auch.&rdquo;</em><br /><span></span>Ich knirsche mit den Z&auml;hnen. Meine Finger kriege ich immer noch nicht frei.<br /><span></span><em>&ldquo;Und er ist inkontinent. Hat so ein Beutelchen am Rollstuhl. Muss er &uuml;berall mit hinnehmen.&rdquo;</em> Er l&auml;sst meine H&auml;nde wie ein ungeliebtes Kuscheltier fallen, kn&ouml;pft sich seine Weste zu und schreitet zur T&uuml;r hinaus. <em>&ldquo;Sch&ouml;nen Abend w&uuml;nsche ich Ihnen noch.&rdquo;</em><br /><span></span><em>&ldquo;Danke.&rdquo;</em><br /><span></span>Er l&auml;sst mich zur&uuml;ck. Einfach so. In meinem Kopf trudeln die Bilder von meinem zerfallenen K&ouml;rper in einem Rollstuhl auf und ab. Keiner will mich schieben. Und ja, nat&uuml;rlich &hellip; auch dieses verdammte Beutelchen. Widerlich und prall gef&uuml;llt schaukelt es vor meinem inneren Auge herum. Erst nach zwei Stunden in einer Bar verliert die Vorstellung ihre unangenehme Sch&auml;rfe. Und manchmal, nur noch manchmal &hellip; denke ich daran. Immer noch viel zu oft. Der graue Greifer kann &uuml;berall lauern.<br /><span></span><strong>Die tierische Traumt&auml;nzerin:&nbsp;</strong> B&uuml;cher zu signieren kann Spa&szlig; machen. Ich freue mich, wenn jemand irgendeine besondere Auff&auml;lligkeit hat, die ich in einer Widmung unterbringen kann. Die Rentnerin mit ihren silberfarbenen Sportschuhen, die sie wie eine pensionierte Astronautin wirken lassen. Oder das M&auml;dchen, das ihre Haare zu einer kunstvollen Bananenfrisur aufget&uuml;rmt hat, die ich am liebsten zum Einsturz bringen m&ouml;chte.<br /><span></span>Und dann kommt sie: Eine ernst wirkende Dame, mit dem Hauch einer Oberstudienr&auml;tin. Sie beugt sich vor und fl&uuml;stert: <em>&ldquo;K&ouml;nnen Sie mir bitte in die Widmung eine Eule reinmalen?&rdquo;</em> Ganz ernst meint sie es. Als ob ich mein ganzes Leben lang nachts in raschelnden W&auml;ldern verbracht h&auml;tte, um die Gewohnheiten n&auml;chtlicher Raubtiere auszuspitzeln.<br /><span></span><em>&ldquo;Geht nicht auch eine Ente? Die kriege ich vielleicht noch hin.&rdquo;</em><br /><span></span><em>&ldquo;Also &hellip; nein, es muss schon eine Eule sein. Ich lasse mir immer eine Eule reinmalen.&rdquo;</em><br />Wie machen die anderen das denn? Haben die Schablonen? Oder &uuml;ben sie das Eulen- Malen vorher, weil die Dame in der Szene ber&uuml;chtigt ist?<br /><span></span>Ich male. Ich schwitze. Die Schlange hinter der Dame wird immer l&auml;nger.<br /><span></span>Der Schnabel meiner Eule &auml;hnelt einem verbogenen Kleiderb&uuml;gel. Die Krallen h&auml;ngen wie freudlos fallendes Lametta herab. Das &uuml;berambitionierte Gekritzel eines Kleinkinds: Eine Eule wie aus dem Labor f&uuml;r besonders abscheuliche Mutationen, geboren aus einem lecken Atommeiler. Aber, bitte - fertig.<br /><span></span>Die Dame betrachtet die Zeichnung und l&auml;chelt. <em>&ldquo;Sch&ouml;n.&rdquo;</em> Sie nimmt das Buch und schl&auml;gt die blanken Seiten am Ende auf. <em>&ldquo;Und hier hinten dann bitte die Ente.&rdquo;</em><br /><span></span>Kurzum: Ich bin nunmehr in der Lage, auf Befehl Giraffen, Eulen, Nilpferde und Wasserb&uuml;ffel zu zeichnen. Ganze Zoos, wenn es sein muss. Ich bin da sehr folgsam.<br /><span></span><strong>Das gute Gothic-Girl:</strong> Sie sitzt in der zweiten Reihe und schluchzt. Ganz leise. Ich h&ouml;re es trotzdem. Sie ist wei&szlig; geschminkt. Ihr Blechschmuck klirrt bei jedem Wort - an Nase, Mund und Ohr. Einmal senkt sie sogar den Kopf und holt ganz tief Luft, dabei wischt sie sich mit der Hand &uuml;ber beide Augen.<br /><span></span>Es irritiert mich. W&auml;hrend ich den Text wie ein Sprachroboter weiterlese, rast mein Hirn zur&uuml;ck &uuml;ber die Textpassagen und sucht die Stellen, die theoretisch einen Weinkrampf ausl&ouml;sen k&ouml;nnen. Ich finde nichts, blinzel aber &uuml;ber meinen Buchrand. Da - ihre Unterlippe zittert. Ganz leicht nur. Aber ich sehe es.<br /><span></span>Nach der Lesung kommt sie zu mir und dr&uuml;ckt mich. Dabei versenkt sie ihr Gesicht in mein wei&szlig;es Hemd und schluchzt noch einmal mit Nachdruck.<br /><span></span><em>&ldquo;Tschuldigung, ich musste immer an meine Schwester denken, als du die Stellen von der Henriette vorgelesen hast. Wir haben uns mal gestritten. Is &rsquo;n paar Jahre her. Ich ruf sie vielleicht doch mal an.&rdquo;</em><br /><span></span>Dann geht sie fort. Klirrend, mit flatterndem schwarzen Haar, und hohen Stiefeln.<br /><span></span>Meine alte Freundin Claudine steht neben mir und tippt mir gegen die Brust:<br /><span></span><em>&ldquo;Guck mal, die hat dir mit ihrer Wimperntusche ein richtiges Kunstwerk ins Hemd geflennt. Sieht aus wie ein Rohrschachmuster.&rdquo;</em> Sie klopft noch einmal dagegen. <em>&ldquo;War ja klar, dass du solche Leute anziehst. Passt.&rdquo;</em><br /><span></span>Passt. Klar. Warum auch nicht?<br /><span></span>Selbst nach dreimaliger Reinigung sind die schwarzen Schlieren im Hemd geblieben. Sieht aus, wie der in Heimarbeit entstandene Batik-Druck irgendeines Psychedelic-Freaks.<br /><span></span>Aber das ist in Ordnung. Sehr sogar.<br /><span></span>Am 2. Februar und am 16. M&auml;rz beginnen die Lesungen f&uuml;r das<em> Hospital.</em> Der zweite Februar in Berlin ist ausverkauft - aber wer mich in Potsdam besuchen m&ouml;chte: Bitte sehr.<br /><span></span><br /><br /><span></span>Am 16. M&auml;rz lese ich im Maz Media Store bei Krimi Live:<br /><span></span>Friedrich-Ebert-Stra&szlig;e 85/86, 14467 Potsdam&nbsp; - um 19 Uhr geht es los.<br /><span></span>Ich bin sehr gespannt, wer diesmal durch die T&uuml;r kommt.<br /><span></span>Irgendwie passt das schon.<br /><span></span>Ganz sicher.<br /><span></span><br /><br /><span></span>www.olivermenard.de<br /><span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Federspiel]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/federspiel]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/federspiel#comments]]></comments><pubDate>Sun, 16 Aug 2015 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/federspiel</guid><description><![CDATA[FEDERSPIEL: DER ALBTRAUM EINER HAUSMEISTERINOliver Ménard: Buchtrailer FEDERSPIEL von Droemer Knaur from Federspiel on Vimeo. [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">FEDERSPIEL: DER ALBTRAUM EINER HAUSMEISTERIN</font></h2><div><div id="935097769734501543" align="left" style="width: 100%; overflow-y: hidden;" class="wcustomhtml"><iframe src="https://player.vimeo.com/video/136473774?h=c9a886c879" width="640" height="360" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe><p><a href="https://vimeo.com/136473774">Oliver M&eacute;nard: Buchtrailer FEDERSPIEL von Droemer Knaur</a> from <a href="https://vimeo.com/user42895275">Federspiel</a> on <a href="https://vimeo.com">Vimeo</a>.</p></div></div><div class="paragraph"></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Postmann]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/postmann]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/postmann#comments]]></comments><pubDate>Sun, 14 Dec 2014 23:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/postmann</guid><description><![CDATA[ALS DER POSTMANN NICHT MEHR KLINGELTE ...         Claudines Gesicht ist eine starre Maske. Ausgebreitet auf dem K&uuml;chentisch liegt eine wei&szlig;e Samtbluse, die zweifelsfrei als Oberteil f&uuml;r ein &nbsp;verw&ouml;hntes Prenzlauer Berg-Kleinkind durchgehen k&ouml;nnte. Claudine streichelt den Stoff und fl&uuml;stert mit zitternden Lidern: &nbsp;"Das will ich nicht glauben. Das kann ich einfach nicht&nbsp;glauben." &nbsp;Im Takt der Worte&nbsp;br&ouml;ckelt der Lippenstift in kleinen Kr&u [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">ALS DER POSTMANN NICHT MEHR KLINGELTE ...</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/applehead.jpg?1708721203" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Claudines Gesicht ist eine starre Maske. Ausgebreitet auf dem K&uuml;chentisch liegt eine wei&szlig;e Samtbluse, die zweifelsfrei als Oberteil f&uuml;r ein &nbsp;verw&ouml;hntes Prenzlauer Berg-Kleinkind durchgehen k&ouml;nnte. Claudine streichelt den Stoff und fl&uuml;stert mit zitternden Lidern: &nbsp;<em>"Das will ich nicht glauben. Das kann ich einfach nicht&nbsp;</em><em>glauben." &nbsp;</em>Im Takt der Worte&nbsp;br&ouml;ckelt der Lippenstift in kleinen Kr&uuml;meln von ihrer Unterlippe ab.<em> "Das ist ein Tiefschlag vor dem Fest. Das Ende&nbsp;&hellip;"</em><br /><span></span>Ihre Trauer ist nur vergleichbar mit der Beisetzung einer Urne. Darunter gibt es keine Entsprechung.&nbsp;<em>"Was hast du denn? &nbsp;Ist das ein Geschenk f&uuml;r deine kleine Nichte?"</em> Es erscheint mir im Angesicht der babyartigen Ausma&szlig;e des Kleidungsst&uuml;ckes plausibel. Mit dem tosenden Orkan aus Claudines Rachen habe ich nicht gerechnet. Ihr Gaumensegel flattert vor Emp&ouml;rung:<br /><span></span><em>"Spinnst du? Das ist meine Lieblingsbluse. Diese blonde &nbsp;Zicke in der Reinigung hat sie einfach eingehen lassen." </em>Sie schwenkt den wei&szlig;en Stoff wie eine Fahne &uuml;ber ihren Kopf.<em> "Das hat die mit Absicht gemacht. Die ist richtig b&ouml;se. Ein &nbsp;schlechter Mensch ist das. Richtig, richtig schlecht ..."</em> Fast steigen Tr&auml;nen in ihren riesigen Augen auf. <em>"Das war&hellip; meine Lieblingsbluse. Mir ist ganz &uuml;bel vor Aufregung."</em><br /><span></span><em>"Die passt wirklich nicht mehr?"</em><br /><span></span>Claudine wirft mir die Bluse gegen die Brust. <em>"Klar, wenn ich vierzig Kilo leichter w&auml;re und in einem Schrumpfstrahl gefangen w&auml;re - dann schon."</em> Sie kreuzt die Arme &uuml;ber ihrer Brust. <em>"Wenn ich nicht so w&uuml;tend w&auml;re, dann w&uuml;rde ich jetzt heulen. Aber ich habe ja W&uuml;rde."</em><br /><span></span>Die hat sie. Tr&auml;nen w&auml;ren mir allerdings lieber als die hochoktavigen Kreischt&ouml;ne aus ihrem Mund. Ein friedvolles Schluchzen - die Weihnachtszeit w&uuml;rde es durchaus festlicher machen. Aber da ist nichts zu machen.<br /><span></span>Ihr zischelndes Gemurmel ignoriere ich. Auf der K&uuml;chensp&uuml;le entdecke ich die Post des Tages - und ganz oben liegt ein zerknitterter Zettel: &nbsp;<em>Zustellversuch gescheitert.</em> &nbsp;Schon wieder. Eigentlich so, wie immer. <em>"Warst du &nbsp;gestern den ganzen Tag hier?"</em><br /><span></span>Claudine blickt mich aus seelenlosen &nbsp;Augen an. "<em>Klar. Und ich werde deine Wohnung nie wieder verlassen, so fertig bin ich."</em><br /><span></span><em>"Das hei&szlig;t, der Postmann hat wieder nicht geklingelt?"</em><br /><span></span><em>"N&ouml;, hat er nicht."</em><br /><span></span>Nat&uuml;rlich nicht. Warum auch die ganzen Treppen hochlaufen? Warum klingeln? Es geht doch auch viel einfacher. &nbsp;Sollen die Leute doch selbst ihre P&auml;ckchen jagen und bei Nachbarn klingeln, die grunds&auml;tzlich ihre T&uuml;r nach 18 Uhr nicht mehr aufmachen. Oder besser noch: In der Dunkelheit zu einer omin&ouml;sen Packstation wandern, vor der sich hunderte verlorene Seelen versammeln und in einem wimmernden Chor um ihre P&auml;ckchen flehen - ungeh&ouml;rt.<br /><span></span>Erst vor f&uuml;nf Tagen habe ich an einer Ecke einen Paketzusteller gesehen, der feist und fr&ouml;hlich hinter seinem Lenkrad sa&szlig;. Auf dem Beifahrersitz lagen &nbsp;aufgerissene Schokoriegel. Aus dem Radio dudelte ein Rock&acute;n Roll Sender. Der Kerl klammerte sich an seinem Lenkrad fest, zerkaute seine Haselnusswaffeln und wippte den rockigen Takt mit seinem prallen Ges&auml;&szlig; mit. Kurz darauf f&uuml;llte er mit einem Kuli seine Zettelchen aus, die er mit beschwingtem Gang in den Briefk&auml;sten versenkte. Treppen mit P&auml;ckchen hochlaufen? Nein. Und so einer ist meiner wom&ouml;glich auch:<br /><span></span><em>"Das geht mir echt auf die Nerven. Ich habe mir ein Amazing Spider-Man No 3 bestellt. Aus den Sechzigern. Ich will das Comic jetzt haben. Jetzt - auf der Stelle. Ich kann nicht mehr warten. Ich brauch das sofort."</em>&nbsp; In meiner Nase sp&uuml;re ich den Duft des vergilbten Recyclingpapiers. Vor &Auml;rger wird mir ganz warm.<br /><span></span>Claudine betrachtet meine Aufregung mit seltsamen Interesse. Sie erhebt sich aus dem knirschenden Ledersessel und kommt ganz nah auf mich zu. Fast ber&uuml;hren sich unsere Nasen. <em>"Wetten, dass ich den Postmann dazu bringen kann, die P&auml;ckchen k&uuml;nftig hier oben abzuliefern?"</em><br /><span></span>Fast muss ich lachen. <em>"Ohne Waffen?"</em><br /><span></span>"<em>Klar. Ohne Waffen."</em> Sie sagt es so selbstverst&auml;ndlich, dass es wie eine reine Provokation klingt.<br /><span></span><em>"Bitte, dann mach mal."</em><br /><span></span><em>"Und was machst du f&uuml;r mich?"</em><br /><span></span>Ich verstehe ihre Frage nicht. Was soll ich tun? Ihre Bluse auf eine Streckbank legen oder mir Wolle besorgen und ihr ein h&uuml;bsches neues J&auml;ckchen stricken? Eingelaufen ist nun mal eingelaufen. Zum Gl&uuml;ck liefert sie die Antwort selbst.<br /><span></span><em>"Du verkaufst meine alten Klamotten auf dem Flohmarkt, und von dem Geld hole ich mir eine neue Bluse. Wenn ich verliere, sortiere ich alle deine Comics."</em><br /><span></span>Alle Comics.Wirklich alle. Das w&uuml;rde Tage dauern. Der Nerd in mir jubelt. Dann aber jagen h&auml;ssliche Bilder durch mein Hirn:&nbsp;Ich stehe in der winterlichen K&auml;lte auf einem Flohmarkt. Feuchtigkeit kriecht durch meine Klamotten. Vor mir, auf einem alten Tapeziertisch, &nbsp;liegen R&ouml;cke, kaputt gelaufene Stiefel und freiz&uuml;gige, durchgelebte Oberteile. Ich rede auf Prenzlauer Berg-Muttis ein, um ihnen auch noch das letzte durchgeschwitzte Hemdchen aus Claudines Schrank zu verh&ouml;kern. Mir ist &uuml;bel.&nbsp;Das kann ich nicht bringen. Es geht einfach nicht.<br /><span></span><em>"Also &hellip; nein&hellip;"</em><br /><span></span><em>"Nein?"</em><br /><span></span><em>"Auf keinen Fall."</em><br /><span></span><em>"Feigling. Los jetzt, wir wetten."</em><br /><span></span>EIN KURZER INFORMELLER BREAK<br /><span></span>Der Nachteil bei alten, langj&auml;hrigen Freundschaften liegt in der mathematisch absolut exakten Berechenbarkeit des Gegen&uuml;bers - fast so zuverl&auml;ssig wie ein bin&auml;res Zahlensystem. Ich lasse mich nicht einen Feigling nennen, und Claudine wei&szlig; es. In der Vergangenheit hat das zwischen uns zu Wetten gef&uuml;hrt, &nbsp;die uns k&ouml;rperlich ausgelaugt und um Jahre gealtert zur&uuml;ckgelassen haben. &nbsp;Ich h&auml;tte hart bleiben sollen - und was nun folgt, ist mein letzter Ratschlag in diesem ausklingenden Jahr: Lasst die Finger von bl&ouml;den Wetten mit Frauen, die um jeden Preis gewinnen wollen.<br /><span></span>UND WEITER GEHT ES<br /><span></span>Claudine streckt mir ihre Klaue entgegen. Ihre French Nails zerfetzen mir fast die Haut im Innern meiner Hand, &nbsp;so fest dr&uuml;ckt sie zu, als ich einschlage.<br /><span></span>In den n&auml;chsten sechs Tagen habe ich die Wette fast vergessen. Die Aufregung um Bluse und Postmann ist nur noch ein grauer Schatten der Erinnerung im stressigen Weihnachtstrubel. Eine Woche sp&auml;ter aber sitze ich in meinem Arbeitszimmer. Es klingelt an der T&uuml;r. &nbsp;Ich h&ouml;re, wie Claudine &ouml;ffnet. Wom&ouml;glich ist es eine ihrer Freundinnen. &nbsp;Nach einer Weile vernehme ich Stimmen aus der K&uuml;che. Da ist das freudvolle Lachen &nbsp;eines Mannes. Er sitzt &nbsp;an meinem K&uuml;chentisch. &nbsp;In seiner Glatze spiegeln sich die Lichter der Weihnachtsdeko. &Uuml;ber seinem kugelrunden Bauch h&auml;ngt eine abgetragene Daunenweste. Vor ihm steht mein zwanzig Jahre alter Rum, den er sich wie Milch ins Glas kippt. Er hat schon ganz rote B&auml;ckchen. Claudine sitzt ihm gegen&uuml;ber in einem T-Shirt mit V-Neck Ausschnitt, das ihr fast bis zum Bauchnabel reicht. Sie klatscht ihre Handfl&auml;chen ineinander, als w&uuml;rde sie mich wie einen stumpfsinnigen Hund anlocken wollen.<br /><span></span><em>"Das ist der Rudolf. Er ist extra die ganzen Treppen mit den P&auml;ckchen hochgekommen." </em>Ihr Gesicht hat einen triumphierenden Ausdruck. Ihre dunklen Augenbrauen tanzen vor Freude wie Strichm&auml;nnchen &uuml;ber ihre Stirn. <em>"Neulich war er auch schon hier."</em> &nbsp;Rudolf nickt. Claudine nickt - so synchron, als h&auml;tten sie es abgesprochen. Aber tats&auml;chlich liegen dort zwei P&auml;ckchen neben der Sp&uuml;le. Da sind sie wieder, die scheu&szlig;lichen Bilder vom kalten Flohmarkt.<br /><span></span>Rudolf kippt sich das Glas in den Rachen. Mit seiner &uuml;bergro&szlig;en Zunge leckt er auch noch den Rand ab.&nbsp;Wie eine wohlgef&auml;llige, dicke Monsterspinne hat er sich in meiner K&uuml;che ein kunstvolles Netz gebaut. &nbsp;In mein Schweigen nistest sich die eisige K&auml;lte des Nordpols ein. Es st&ouml;rt Rudolfs Besinnlichkeit.<br /><span></span><em>"Na, ich muss jetzt mal langsam los&hellip;"</em> sagt er.<br /><span></span>Klar. Langsam. Ganz langsam. &nbsp;Blo&szlig; keine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Hektik. Als er die Treppen herunterschleicht, denke ich dar&uuml;ber nach, wie er jetzt wom&ouml;glich mit einem Packen Zustellzetteln in den Hauseing&auml;ngen verschwindet. Schwuppdiwupp - rein in die Briefk&auml;sten, und weiter geht es. &nbsp;Die verloren gegangene Zeit muss ja wieder reingeholt werden - und Rudi ist sicher ein Meister dieses vorweihnachtlichen Kunstst&uuml;ckchens. Ich bin so w&uuml;tend, da interessieren mich die Fakten ohnehin nicht mehr.<br /><span></span>Claudine jubelt. &nbsp;Sie klatscht in die H&auml;nde und br&uuml;llt wie in einer Fernsehshow, die wir alle mal alle kannten : &nbsp;<em>"Wette gewonnen &hellip;&nbsp;</em><em>GEWONNEN!"&nbsp;</em><br /><span></span><em>"Das ist eine Riesensauerei. Du hast es mit Sex provoziert und auch noch meinen Rum verschwendet. Und au&szlig;erdem kriegen jetzt noch weniger Leute ihre P&auml;ckchen, weil dein Rudi &nbsp;jetzt erst recht keine Zeit mehr hat.</em><span style="color:#444444">"</span><br /><span></span><em>"Na und?"</em> Auf ihren High Heels stakst Claudine auf mich zu. <em>"Freundchen, gewonnen ist gewonnen. Klar? Bitte sehr, mein Kleiderschrank wartet schon auf dich."</em><br /><span></span><em>Vollmundig</em> und <em>t&ouml;richt</em>. Die Liste meiner Unzul&auml;nglichkeiten lie&szlig;e sich noch um <em>unbelehrbar, starrsinnig</em> und <em>unverbesserlich</em> erg&auml;nzen. &nbsp;Mein Kopf war so riesig und von sich selbst eingenommen, dass ich nicht f&uuml;r eine Sekunde mit einer Niederlage gerechnet habe.&nbsp;In der Nacht kann ich vor Wut nicht einschlafen. Die beruhigende Wirkung meiner original &nbsp;Anti-Stress-Wachskerze versagt. Mit der flachen Hand schlage ich das Licht aus. &nbsp;Wenigstens bekomme ich jetzt meine P&auml;ckchen h&auml;ufiger in die Wohnung geliefert. Wenigstens das. Es ist nicht viel, aber es macht die Flohmarkt-Dem&uuml;tigung etwas ertr&auml;glicher. Aber nat&uuml;rlich ist auch das nur ein Selbstbetrug, den ich in meiner Selbstnachsichtigkeit &nbsp;zulasse.<br /><span></span>Am n&auml;chsten Morgen pr&uuml;fe ich den Tapeziertisch in meinem Keller. Das alte Ding &nbsp;ist an den Scharnieren eingerostet und alles andere als flohmarkttauglich. Auch das noch. Ich verlasse meinen Keller in einer Welle der &Uuml;bellaunigkeit&nbsp;<span style="color:#444444">und komme an den Briefk&auml;sten vorbei. Eine blonde, d&uuml;rre Frau mit milit&auml;risch kurzem Haar klebt ein mir wohl bekanntes Zettelchen unter einen Briefschlitz.</span><br /><span></span><em>"Aber &hellip; aber&hellip; wo ist denn der Rudi?"</em><br /><span></span>Sie stoppt in der Bewegung. Ihr Blick &uuml;ber die Schulter ist kurz, emp&ouml;rt und mit einem schwerm&uuml;tigen Seufzen garniert.<br /><span></span><em>"Na, wo soll er schon sein? Zusammenjeklappt isser. Umjehauen hat's &nbsp;den. Bis in die Nacht hat er malocht. &nbsp;Der &nbsp;janze Stress, is doch keen Wunder. Der jeht im neuen Jahr in 'nen anderen Bezirk. &nbsp;Is och besser so.&nbsp;Sch&ouml;net Fest noch."</em><br /><span></span>Der Gang hinauf zu meiner Wohnung kommt mir endlos vor. Dort, auf dem Stuhl vor dem K&uuml;chentisch, hat er mal gesessen. Ich h&auml;tte Rudi besser pflegen sollen. Ein Postmann will auch mal in den Arm genommen werden in dieser kalten Zeit. Und mal ein Gl&auml;schen Rum, &nbsp;wer will ihm das schon vorwerfen? Jetzt ist es zu sp&auml;t. Rudi wird neue Freunde finden, denen er gerne die P&auml;ckchen zu kunstvollen, pisa-esken Gebilden in der Wohnung aufstapelt. Kinder werden ihm lachend zuwinken und Hausfrauen seine Ankunft mit bebendem Herzen erwarten. Auf Rudi ist Verlass.<br /><span></span>Mit gebeugtem R&uuml;cken ziehe ich an meiner Wohnungst&uuml;r vorbei. &nbsp;Ein Zettel mit krakeliger Handschrift h&auml;ngt dort: <em>"Habe schon sieben Kartons mit Klamotten zusammen. Wahnsinn, was ich &nbsp;noch alles gefunden habe. C."</em><br /><span></span>Das wird ein tolles neues Jahr. Die Zeichen sind eindeutig.<br /><span></span>Und falls ihr im Januar einen schlotternden Typen auf einem Berliner Flohmarkt seht - &nbsp;umgeben von Kleidern, kaputt getanzten Lederstiefeln und absonderlichen H&uuml;ten - &nbsp;sicher w&uuml;rde er sich &uuml;ber ein Deckchen oder ein Hei&szlig;getr&auml;nk &nbsp;freuen.<br /><span></span>Frohes Fest !!!<br /><br /><span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Heulen]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/heulen]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/heulen#comments]]></comments><pubDate>Sun, 19 Oct 2014 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/heulen</guid><description><![CDATA[GLEICH HEUL ICH - ACH, ICH FANG SCHON MAL AN ...          [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">GLEICH HEUL ICH - ACH, ICH FANG SCHON MAL AN ...</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/iron.jpg?1708721011" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Halbnackte]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/halbnackte]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/halbnackte#comments]]></comments><pubDate>Sun, 14 Sep 2014 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/halbnackte</guid><description><![CDATA[HALBNACKTE NACHBARN VERSTEHEN KEINEN SPASS         &#8203;Erst riecht es ein bisschen wie Schinken, der ger&auml;uchert wird. Fast schon &nbsp;lecker. Dann wie verbrannte Milch &nbsp;und am Schluss &nbsp;einfach nur wie schn&ouml;der Rauch. An der Wohnungst&uuml;r wummert eine fremde Faust und dazu r&ouml;hrt eine M&auml;nner-Stimme durch den Hausflur: "Feuer.&nbsp; Alle raus hier. Feuerrrr&hellip;" Dann geht das Geklopfe an der Wohnungst&uuml;r nebenan weiter. "Feuerrrr &hellip;" &Uuml;ber mir  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">HALBNACKTE NACHBARN VERSTEHEN KEINEN SPASS</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/mr-peppi1.jpg?1708720852" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Erst riecht es ein bisschen wie Schinken, der ger&auml;uchert wird. Fast schon &nbsp;lecker. Dann wie verbrannte Milch &nbsp;und am Schluss &nbsp;einfach nur wie schn&ouml;der Rauch. An der Wohnungst&uuml;r wummert eine fremde Faust und dazu r&ouml;hrt eine M&auml;nner-Stimme durch den Hausflur: <em>"Feuer.&nbsp; Alle raus hier. Feuerrrr&hellip;"</em> Dann geht das Geklopfe an der Wohnungst&uuml;r nebenan weiter. <em>"Feuerrrr &hellip;"</em> &Uuml;ber mir trappeln Schritte, T&uuml;ren werden aufgerissen, im Hausflur poltert es.<br /><span></span>Die Vintage-Uhr mit den riesigen Ziffern auf Petras Nachttisch behauptet, dass &nbsp;es 5 nach 12 ist. &nbsp;Passt dramaturgisch durchaus zur Feuer-Szene. &nbsp;Ich liege in einem fremden Bett, &nbsp;eingewickelt in buntfr&ouml;hlicher <em>Herr der Ringe</em>-Bettw&auml;sche, von der mich ein m&uuml;rrischer Gandalf anstarrt. Auf Petras Peppi, den intriganten Jack Russel Terrier, soll ich aufpassen. <em>Der mag dich doch so.</em> Ich aber kann den hechelnden Stinker mit dem verschlagenen Blick nicht ausstehen.&nbsp;W&auml;re meine Wohnung nicht mit nervengiftfreundlicher Farbe frisch gestrichen worden und h&auml;tte ich danach nicht das Gef&uuml;hl gehabt, durch einen lecken Atomreaktor zu &nbsp;wanken - ich w&uuml;rde jetzt nicht in diesem fremden Bett liegen. Zu sp&auml;t. Jetzt sitzen wir beide in der Feuerh&ouml;lle, &nbsp;Peppi und ich.<br /><span></span>Ein Blick in den Hinterhof: &Uuml;berall sind die Lichter an. Feine Rauchschwaden ziehen in den Nachthimmel. Wenigstens sehe ich keine z&uuml;ngelnden Flammen. Aber von allen Seiten sind aufgeregte Stimmen zu h&ouml;ren: "<em>Hast du die Unterlagen? Die Kinder&hellip; die Kinder&nbsp;&hellip;"</em><br /><span></span>Ich kenne praktisch alle 70er Jahre-Katastrophenfilme - wenn einer die Mieter &nbsp;in Sicherheit bringen kann, dann bin ich es mit meinem unheimlichen Fachwissen. &nbsp;Das Superhelden-Gen in mir pulsiert. Peppi, mein h&uuml;ndischer Sidekick, &nbsp;wird sich durch die Flammenh&ouml;lle schn&uuml;ffeln, und wir werden ihm folgen. Kein Zweifel. &nbsp;Eine kleine Gemeinschaft von Menschen, die im 72. Stock eines Wolkenkratzers umgeben von lodernden Flammen, um ihr Leben k&auml;mpft - &nbsp;so was habe ich hunderte Male gesehen. Genau mein Ding. &nbsp;Und als echter Katastrophen-Fan wei&szlig; ich, dass es nur um eines geht: L&auml;ssig und entspannt bleiben. Gut Aussehen in der Flammenh&ouml;lle, nachher &auml;rgert man sich ja doch nur, wenn man hysterisch war.<br /><span></span>Jeans an, Hemd dr&uuml;ber, Schuhe schn&uuml;ren. Peppis Leine ist verschwunden. Macht nichts. Den Lederg&uuml;rtel aus der Hose ziehen, ran ans Halsband und los. Peppis irritiertem Blick weiche ich aus. Im Gehen kommen mir Zweifel. M&uuml;sste ich nicht die liebsten St&uuml;cke aus Petras Wohnung retten? Aber was nur? Die Farb-Fotos von ihrer Hochzeit mit dem Bassisten einer schwedischen Band? Die Ehe hielt sieben Monate, &nbsp;bevor &nbsp;Lasse fremde Liebesschw&uuml;re hauchend und an seinen Saiten zupfend mit einer 17j&auml;hrigen in n&ouml;rdlichen Gefilden untertauchte.&nbsp;Bringt nichts. &nbsp;Vielleicht aber die&nbsp;selbstgestrickten Lampenschirme, die lustlos von der Decke baumeln. Oder Petras roter Lieblingsmantel, den sie schon seit 15 Jahren tr&auml;gt und aus dem sie kummerspecktechnisch doch langsam herausgewachsen ist. Nein, Peppi muss reichen.<br /><span></span>Nach dem &Ouml;ffnen der Wohnungst&uuml;r zeigt sich mir der Blick in ein unwirkliches Paralleluniversum. Menschen in Badem&auml;nteln ziehen wie eine Geisterarmee durch das Treppenhaus. &nbsp;Ein dicklicher Typ mit &nbsp;wei&szlig;em Unterhemd &nbsp;schleppt einen riesigen Kontrabass durchs Haus und sieht dabei einfach nur d&auml;mlich aus. Seit dem Untergang der Titanic m&uuml;sste er doch wissen, dass die Musiker bis zum Schluss bleiben. Tut er aber nicht. &nbsp;Zwei Kinder werden in Schlafanz&uuml;gen mit dem Aufdruck nagender Igel an mir vorbeigezerrt. Peppi starrt mich an, als erwarte er von mir eine umfassende Analyse der Situation. Am G&uuml;rtel gezerrt und runter. Jetzt ist nicht die Zeit f&uuml;r Worte.<br /><span></span>Unten angekommen, z&auml;hle ich ich&nbsp;16 Menschen. Es ist hochspannend.&nbsp;16 Menschen, die um diese Uhrzeit &uuml;blicherweise verborgen und sicher hinter ihrer Wohnungst&uuml;r leben. Von Petra wei&szlig; ich, dass es in ihrem Haus einen Lehrer&uuml;berschuss gibt. Und tats&auml;chlich, eine d&uuml;rre Kreischerin &nbsp;mit Goldrandbrille kommandiert ihre Kinder herum wie ein routinierter General: <em>"Sei still, Jan. Gib Ruhe, Lisa. Schluss jetzt. Stellt euch an die Wand."</em><br /><span></span>Weiter hinten&nbsp;steht ein glatzk&ouml;pfiger Herr in einem dunkelblauen Bademantel, auf dem ich die wei&szlig;e Stickerei eines Hotels erkennen kann. Derselbe Name ist auf seinen Pantoffeln zu entziffern. Aha, wieder einer dieser Kleinkriminellen, der heimlich Tonnen von Seifest&uuml;ckchen aus den Hotels schleppt, aber diesmal hat er bei dem flauschigen M&auml;ntelchen richtig zugeschlagen, ein echter Supercoup, lange vorbereitet von einem kriminellen Mastermind. &nbsp;Neben ihm nestelt &nbsp;seine Frau an einem metallischen Kasten herum. Weil es mich interessiert, trete ich einen Schritt n&auml;her an sie heran. Eine hellgraue Geldkassette mit Haltegriff. Tats&auml;chlich. So eine hatte meine Oma mal. Ich h&auml;tte nicht gedacht, dass es die Dinger noch gibt. Die Frau bemerkt meinen Blick, also frage ich nach:<em> "Da ist nicht wirklich ihr Geld, drin oder?"</em><br /><span></span><em>"Na, was glauben Sie denn. Meinen Sie, ich traue `ner Bank?" </em>&nbsp;Sie h&auml;ngt ein meckerndes Lachen an ihre Frage. <em>"Nee, nee&hellip; die sperren die Konten sowieso bald, dann ist alles futsch."</em> Sie beugt sich vor. <em>"Eurokrise, verstehen Sie?"</em><br /><span></span>Das verstehe ich. Trotz des Katastrophenszenarios gibt es hier noch echte Insidertips von einem Wirtschaftsweisen in Baumwoll-Nachthemd&nbsp;und pl&uuml;schigen Hausschuhen. Sowas &nbsp;merke ich mir. Kann nicht schaden.<br /><span></span>Weiter hinten l&auml;uft ein Rentner mit einem monstr&ouml;sen H&ouml;rger&auml;t im Ohr herum. Immer wieder schl&auml;gt er mit der flachen Hand auf seine Ohrmuschel, als w&uuml;rde er eine Bongotrommel bearbeiten. <em>Knisterknisterrauschrausch.</em> In so einer Situation braucht man alle Sinne. Kann ich gut verstehen.&nbsp; Je &auml;lter man wird, desto&nbsp;eher h&auml;ngt man&nbsp;z&auml;h wie&nbsp;Teer&nbsp;am Leben.<br /><span></span>Hinter mir dr&auml;ngelt sich eine junge blonde Frau im &uuml;berlangen wei&szlig;en T-Shirt &nbsp;(ein&nbsp; moderner Nachthemd-Ersatz f&uuml;r hippe Studentinnen)&nbsp; und gr&uuml;nen Asics-Sportschuhen durch die Menge. <em>"So&acute;n Schei&szlig;. Ich hab morgen Pr&uuml;fung und jetzt steh ich hier rum. Schei&szlig;e ist das." </em>Ich nicke ihr zu.<em> "Welcher Assi, war das denn?", </em>schimpft sie in die Runde.<br /><span></span>Darauf hat die " Lehrerin" nur gewartet. Sie wird flankiert von einem ebenso d&uuml;rren Mann mit Seitenscheitel, wahrscheinlich auch Lehrer. Sie zeigt auf die Hausfassade: <em>"Das ist der Haschischraucher im Dritten. Das sehe ich doch."</em><br /><span></span>Ich zerre meine Zigarillos aus der Hosentasche, stecke mir&nbsp;eine an und betrachte die Fassade. <em>"Woher wollen Sie das wissen? Ich kann den Rauch nicht zuordnen."</em><br /><span></span><em>"Weil ich das eben wei&szlig;. Das war der Haschischraucher."&nbsp;</em> Sie nickt sich selbst zu, und der d&uuml;rre Seitenscheiteltr&auml;ger macht mit.&nbsp; <em>"Definitiv der Haschischraucher."</em>&nbsp; Synchron wie zwei Trinkv&ouml;gel heben und senken sie ihre K&ouml;pfe und tuscheln sich etwas zu. <em>"Wer sind Sie denn &uuml;berhaupt?",</em> fragt&nbsp;der D&uuml;rre, ruckelt an seiner Brille herum - &nbsp;und ganz nebenbei wirft er der Blonden im wei&szlig;en T-Shirt&nbsp;einen dieser verborgen lustvollen Blicke zu, wie ihn nur Oberstudienr&auml;te im zwanzigsten Ehejahr zustande bringen.<br /><span></span><em>"Ich bin ein Gast."</em> Die&nbsp;zwei betrachten mich wie Inquisitoren, die gleich zupacken werden, um mich auf&nbsp;ihren Scheiterhaufen&nbsp; zu werfen - angeheizt ist er ja schon. Durchaus praktisch. Zwischenzeitlich&nbsp;kaut Peppi vor Langeweile auf meinem G&uuml;rtel herum und uriniert eine ordentliche Lache auf den B&uuml;rgersteig, die sich wie ein un&uuml;berwindbarer Fluss zwischen mir und der Kreischerin auftut. <em>Danke, Peppi.</em><br /><span></span><em>"Ein Gast sind sie, ja? Aber sie kennen doch hier niemanden, da k&ouml;nnen sie doch gar nicht urteilen."</em> Zufrieden blicken sich die&nbsp;beiden an.<br /><span></span><em>"Muss ich auch nicht. Aber der Rauch ist &nbsp;f&uuml;r mich trotzdem nicht zuzuordnen."</em><br /><span></span><em>"Finden Sie das nicht geschmacklos, dass Sie hier unten stehen und eine Zigarette rauchen, wenn es da oben brennt"</em>, br&uuml;llt mich die Kreischerin an, und&nbsp; ihre Hammerzehen wackeln in den Gesundheitsschuhen ganz aufgeregt hin und her.<br /><span></span><em>"Es ist ein Zigarillo, &nbsp;und ich kann keinen Zusammenhang erkennen."</em><br /><span></span>Nun quetscht sich auch noch ihr speckiger Sohn durch die Menge, so ein ca. 12j&auml;hriger Klugschei&szlig;er, der noch Chipskr&uuml;mel&nbsp;am Mund hat. Mamis kleiner Helfer streckt seinen&nbsp;gut gepolsterten&nbsp;Finger aus und zeigt auf mein Zigarillo: <em>"Da kann man von sterben."</em> Mutti t&auml;tschelt seinen Kopf. <em>"Ja, ganz genau, Jan."</em><br /><span></span><em>&nbsp;"Warum legen Sie sich nicht in ihr brennendes Bettchen und &uuml;berlegen, wie sie die Welt retten k&ouml;nnen? "</em>&nbsp;Ich zeige auf das rauchende Haus.<em> "W&uuml;rde mir gut gefallen. Sehr gut sogar."</em><br /><span></span>Die Augenbrauen der Kreischerin verwandeln sich in emp&ouml;rte Rundb&ouml;gen, die ihr fast bis zum Haaransatz reichen.&nbsp;&nbsp;Ihr zartes Spitzennachthemd wiegt sich im Wind.&nbsp;&nbsp;Der D&uuml;rre st&ouml;&szlig;t pfeifend die Luft aus. Bevor sie antworten k&ouml;nnen, ist die Feuerwehr da. Funkger&auml;te knistern. Blaulichter rotieren,&nbsp;und ein grauhaariger Mann mit Helm l&ouml;st das R&auml;tsel dieser Nacht:<em> "Schwelbrand im 4. OG rechts."</em><br /><span></span><em>"Was? das ist doch die Wohnung vom Frank." "Der raucht doch gar nicht."&nbsp; "Der Frank, ach ... das kann ich gar nicht glauben." "Also, nein ... der Frank."</em><br /><span></span>Die Kreischerin und der D&uuml;rre blicken sich mit traurigen Augen an.&nbsp; Die h&uuml;bschen Vorurteile, sauber sortiert und durchaus gef&auml;llig vorgetragen - alles f&uuml;r die Katz. &Auml;rgerlich.<br /><span></span><em>"Sicher steckt der Frank mit dem Haschischraucher unter einer Decke. Ich&nbsp; habe da so ein Gef&uuml;hl &nbsp;..."&nbsp; </em>Der sachliche Klang meiner Stimme erstaunt mich selbst - er entfacht eine herrliche Wirkung.<br /><span></span>Der D&uuml;rre presst die Lippen aufeinander. Die Kreischerin&nbsp;ballt die F&auml;uste bis ihre Kn&ouml;chel knirschen.&nbsp;Beide wenden sich wortlos ab und verschwinden tuschelnd in der Menge.&nbsp;&nbsp;Irgendwann werden sie den Haschischraucher schon erwischen.&nbsp; In dieser Nacht hat es nicht geklappt. Schade. Dann eben morgen.<br /><span></span>Zusammen mit Peppi setze ich mich vor einen&nbsp;Hauseingang auf der anderen Seite der Stra&szlig;e.&nbsp; Das Gewusel dort dr&uuml;ben erinnert mich an <em>Flammendes Inferno</em> mit Paul Newman - nur eben mit f&uuml;nfklassiger Besetzung - und wir beide spielen sowieso nicht mehr mit.<br /><span></span><em>"Bin ich froh, dass ich hier nicht wohnen muss."</em><br /><span></span>Emp&ouml;rt&nbsp;und mit gro&szlig;en traurigen Augen schaut mich Peppi an.<br /><span></span><em>"Sorry, Kumpel. Tut mir leid. Aber manchmal reicht das Gl&uuml;ck eben nur f&uuml;r einen."</em><br /><span></span>W&auml;r ja auch noch sch&ouml;ner.<br /><span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Fahrrad]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/fahrrad]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/fahrrad#comments]]></comments><pubDate>Sun, 27 Jul 2014 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/fahrrad</guid><description><![CDATA[WIE MAN SICH SEIN GEKLAUTES FAHRRAD ZUR&Uuml;CKHOLT ...          [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">WIE MAN SICH SEIN GEKLAUTES FAHRRAD ZUR&Uuml;CKHOLT ...</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/fahrrad.jpg?1708720468" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Goodbye]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/goodbye]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/goodbye#comments]]></comments><pubDate>Mon, 09 Jun 2014 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/goodbye</guid><description><![CDATA[&#8203;GOODBYE SHIRLEY: WAS DIE KLEINE AMERIKANERIN &Uuml;BER DIE DEUTSCHEN DENKT         &#8203;"Boah, stinkt ja wie im Puff, dit Zeuch. Wat issn det?"Mehmet der Taxifahrer blickt &uuml;ber seine Schulter. Auf seiner Stirn haben sich sieben Falten gebildet, die an mannshohe Wellen bei st&uuml;rmischer See erinnern.Tschup-Tschup - da kommt schon die n&auml;chste Stinke-Wolke.Neben mir auf der R&uuml;ckbank sitzt Shirley, die amerikanische Deutschlehrerin aus North-Dakota. Immer wieder dr&uuml;ck [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title">&#8203;<font size="5">GOODBYE SHIRLEY: WAS DIE KLEINE AMERIKANERIN &Uuml;BER DIE DEUTSCHEN DENKT</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/koffer.jpg?1708720106" alt="Bild" style="width:289;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<em>"Boah, stinkt ja wie im Puff, dit Zeuch. Wat issn det?"</em><br /><span></span>Mehmet der Taxifahrer blickt &uuml;ber seine Schulter. Auf seiner Stirn haben sich sieben Falten gebildet, die an mannshohe Wellen bei st&uuml;rmischer See erinnern.<br /><span></span>Tschup-Tschup - da kommt schon die n&auml;chste Stinke-Wolke.<br /><span></span>Neben mir auf der R&uuml;ckbank sitzt Shirley, die amerikanische Deutschlehrerin aus North-Dakota. Immer wieder dr&uuml;ckt sie mit dem Zeigefinger auf einen Plastik-Zerst&auml;uber in Herzform. Schwaden aus&nbsp;blumigen D&auml;mpfen&nbsp;breiten sich in dem Taxi aus. Shirley kennt keine Gnade. Stoisch wie eine seelenlose Maschine presst sie den Zerst&auml;uber nach unten.&nbsp;<em>"Das ist rosewater ... ",</em> sagt sie und streckt ihr Kinn herrisch vor.<br /><span></span>Mehmet hat gleich zwei neue Falten auf der Stirn. <em>"Roswat ...?"</em><br /><span></span><em>"Rosenwasser."</em> Tschup-Tschup.<br /><span></span>Mehmet ringt um Luft. <em>"Also ... k&ouml;nnen se dit mal lassen? Ich hab hier noch andere Kundschaft nach Ihnen."</em><br /><span></span>Shirleys wasserblondes Haar ist so brutal hochtoupiert, dass es&nbsp;gegen den Wagenhimmel schl&auml;gt. Die raschelnden&nbsp;Ger&auml;usche erinnern mich an&nbsp;einen fegenden Besen. Sie beugt sich ein St&uuml;ckchen vor. <em>"Ich&nbsp;bezahl doch f&uuml;r die Fahrt. Das ist meine Sache. Understand&nbsp;&hellip; &nbsp;? Au&szlig;erdem stinkt es hier nach Rauch."</em> Tschup-Tschup.<br /><span></span><em>"Also sagen se Ihrer Freundin, wenn die nich uffh&ouml;rt, schmei&szlig; ich sie beide raus." </em>Mehmet klatscht mit seinen behaarten Riesenh&auml;nden auf dem Lenkrad herum. Es klingt wie ein bedrohlicher Trommelwirbel vor einem Finale. <em>&nbsp;</em><br /><span></span>Tschup-Tschup. Und gleich noch einmal: Tschup-Tschup.<br /><span></span>Ich kalkuliere die verbleibende&nbsp;Fahrtstrecke zum Flughafen Tegel. Wir brauchen noch f&uuml;nf Minuten. Die k&ouml;nnte man auch zu Fu&szlig; gehen. Andererseits liegt im Kofferraum Shirleys Monster-Koffer, den ich im Zweifelfalle in der Hitze tragen m&uuml;sste. Die Sache ist klar. Ich nehme ihr den Zerst&auml;uber aus den Fingern. Sie schl&auml;gt zweimal mit der flachen Hand gegen die Kopflehne vor sich.&nbsp;Man mag es von Kindern kennen, denen man in der Buddelkiste die Schippe wegnimmt. L&auml;sst mich komplett kalt.<br /><span></span>"<em>Also, bei uns in the States&nbsp;&nbsp;gibt &nbsp;es so was nicht. Da sind die Taxi-Fahrer &nbsp;freundlich zu ihren G&auml;sten. Was dem einf&auml;llt&nbsp;&hellip;", </em>schimpft sie von der R&uuml;ckbank.<br /><span></span><em>"Na, dann verpiss dich ma wieder da hin"</em>, meckert Mehmet leise zur&uuml;ck.<br /><span></span>Genau das ist der Plan.&nbsp;Shirleys Jahr als&nbsp; amerikanische Deutschlehrerin in Berlin ist vorbei. Sie kehrt nach North Dakota zur&uuml;ck. Es sind nur noch wenige Meter bis zum Flughafen Tegel.<br /><span></span><em>"Mach ich auch"</em>, schimpft sie in Mehmets Richtung zur&uuml;ck und fletscht ihre kleinen mausartigen Z&auml;hne. <em>"Was ist denn das f&uuml;r ein Land hier?"</em> Weil niemand die Frage beantworten will, &uuml;bernimmt sie es gleich selbst. <em>"Ihr&nbsp;zieht &nbsp;zuhause bunte Hausschuhe an, eure Polizisten sind dick und &uuml;berall laufen am Strand nude people rum.&nbsp; Aber bei 30 Grad tragt ihr immer noch Stiefel,&nbsp;&nbsp;&nbsp;und wenn man nur mal vor die Haust&uuml;r geht, wird man gleich beklaut."</em><br /><span></span>Sie reicht mir ein braunes Lederportemonnaie her&uuml;ber, in das Fransen&nbsp; und indianisch anmutende bunte Strippen eingearbeitet sind. Sieht aus wie eine Solidarit&auml;tsb&ouml;rse f&uuml;r ethnische Minderheiten. Politisch sehr korrekt.<br /><span></span><em>"Mach auf",</em> fordert sie.<br /><span></span>Mach ich. "Es ist leer."<br /><span></span><em>"Siehst du? &nbsp;Alles weg. Kreditkarten, Bibliothekenausweis &hellip; alles stolen. Haben die mir im Park geklaut, &nbsp;und einen Tag sp&auml;ter lag es meinen Briefkasten."</em><br /><span></span>Im R&uuml;ckspiegel sehe ich Mehmets Augen, in denen ein fr&ouml;hlicher Funke gl&uuml;ht.<br /><span></span><em>"Warum haben die es dir dann &uuml;berhaupt in den Briefkasten gelegt?"&nbsp;</em>Ich &ouml;ffne das Fach f&uuml;r Scheine, und darin liegt ein kleiner Zettel, auf dem etwas mit Kugelschreiber gekritzelt wurde. <em>Ha Ha. Du Opfer.</em><br /><span></span>Ich sch&auml;tze den allgegenw&auml;rtigen Humor, der in Prenzlauer Berg wie ein strenger Patriarch herrscht. Allgegenw&auml;rtig und dennoch unerwartet. Wir erreichen den Flughafen. Die Fahrt kostet rund 23,- Euro. Shirley reicht Mehmet 25,- Euro her&uuml;ber.<br /><span></span><em>"Der Rest ist tip ... Trinkgeld",</em> ihre Stimme klingt sachlich, aber ihr Kinn ist schon wieder herrisch hervorgestreckt. Mehmet gibt ihr die zwei Euro zur&uuml;ck und an mich gewandt sagt er: <em>"`n Bisschen W&uuml;rde hab ick och noch. Ach ja ... und viel Gl&uuml;ck."</em><br /><span></span>Dann f&auml;hrt er mit seiner elfenbeinfarbenen Kutsche&nbsp;davon.<br /><span></span>Am Schalter nach&nbsp;Frankfurt ist einiges los. Sofort fallen mir die drei Frauen auf, die neben einer S&auml;ule stehen und die Arme hochrei&szlig;en, als sie Shirley sehen.&nbsp; Es wird gek&uuml;sst, geherzelt und umarmt. <em>"Die sind aus meiner Bibel-Gruppe",</em> ruft mir Shirley zu. Dann wird weiter umarmt und gek&uuml;sst - bis zur Atemlosigkeit.<br /><span></span>Die&nbsp;Frauen sind mir unheimlich. Sie wirken auf seltsame Weise uniformiert. Alle drei haben den K&ouml;rperbau eines Pandab&auml;ren (&auml;hnlich dem von Shirley) , schwere Brillen und&nbsp; Playmobilfrisuren. "<em>Das sind Shannon, Cameron und Liz. Die sind auch f&uuml;r ein Jahr in Germany", </em>ruft mir Shirley zu<em>. </em>&nbsp;Die drei nicken synchron, und in ihren Brillen brechen sich die seitlich einfallenden Sonnenstrahlen zu einem unwirklich reflektierten Heiligenschein.<br /><span></span>Besonders Liz f&auml;llt mir durch&nbsp;ihre &nbsp;&uuml;bertriebene Fr&ouml;hlichkeit auf. Sie zwinkert mir zu.&nbsp; Ihr r&ouml;tliches Haar und die Sommersprossen erinnen ein wenig an Peppermint Patty,&nbsp;die nervende&nbsp;Freundin von Charly Brown. Sie ist es dann auch, die mit dem Fu&szlig; dreimal auf den Boden klopft&nbsp; Es ist&nbsp;ein heimliches Signal f&uuml;r Eingeweihte:&nbsp; Zun&auml;chst erklingt&nbsp;aus den drei Frauenm&uuml;ndern ein tiefer Brummton, der&nbsp;einem zornigen Teddy-B&auml;ren nicht un&auml;hnlich ist -&nbsp;und dann wird gesungen. Mit aller Kraft:<br /><span></span><em>"My Lord,</em><br /><em>hear my prayers,</em><br /><em>I&acute;m a kind soul,</em><br /><em>please let me&nbsp;be by your side."</em><br /><span></span>W&auml;re ich ein Sammler von besonders peinlichen Momenten, dann&nbsp;w&uuml;rde ich mir dieses Prunkst&uuml;ck sofort in meine Vitrine stellen. Die drei werden immer lauter, ihre M&uuml;nder sind weit aufgerissen. Passend dazu klatschen sie mit ihren H&auml;nden den Takt und bewegen&nbsp;ihre Oberk&ouml;rper wie Pendel hin und her.<br /><span></span><em>"Ohhhhhhh ...",&nbsp;</em> Shirley ist so ger&uuml;hrt, dass dicke Tr&auml;nen &uuml;ber ihre geschminkten Wangen pl&auml;tschern. Neben mir bleiben ein paar Leute stehen. Eine Blonde auf High Heels&nbsp;schaut mich&nbsp;an, als wolle sie checken, ob ich wom&ouml;glich Teil dieser Gruppe bin.&nbsp; Einem animalischen &Uuml;berlebensinstinkt folgend, wende ich&nbsp; mich von dem Trio ab. Shirley greift in ihrer emotionalen Aufruhr&nbsp;nach meiner Hand. Es gibt keinen Ausweg mehr.&nbsp;&nbsp;Und jeder sieht es. Ein Typ mit Baseballkappe guckt mich &uuml;ber den Rand seiner Sonnenbrille an und sch&uuml;ttelt nur den Kopf.<br /><span></span>Nach vier Minuten ist der Singsang vorbei. Die drei beklatschen sich selbst. Dann wird wieder geherzelt und gek&uuml;sst. Von meiner Stirn tropfen dicke Schwei&szlig;perlen. Nun umarmt mich Shirley auch noch einmal zum Abschied. Ihr Haar knistert wie Zuckerwatte vor meinem Mund. Sie blickt mich aus ernsten Augen an. <em>"Wenn ich dir mal was schicken soll ... wenn du irgendwas brauchst ... call me&nbsp;..."</em><br /><span></span>Na, das wei&szlig; ich doch sehr zu sch&auml;tzen. Deutschland&nbsp;ist ja als Krisengebiet bekannt. Milchpulver und T&uuml;tensuppen&nbsp;k&ouml;nnte ich gut gebrauchen. Warme Decken w&auml;ren auch nicht &uuml;bel.&nbsp;&nbsp;Oder mal ein sch&ouml;nes St&uuml;ckchen Seife ...<br /><span></span>Ein paar Minuten sp&auml;ter ist Shirley hinter dem Counter der Fluggesellschaft verschwunden. Noch einmal winkt sie uns zu, dann verschwindet sie in der Menschenmenge. Nur ihre wasserstoffblonde Turmfrisur ist noch eine ganze Weile zu sehen.<br /><span></span>Das christliche Frauen-Trio aus Amerika blickt ihr wehm&uuml;tig nach. <em>Da geht sie hin. &nbsp;Sie hat es geschafft, das Jahr in der H&ouml;lle zu &uuml;berleben, die Gl&uuml;ckliche. </em>Man<em>&nbsp;</em>k&ouml;nnte es aus ihren Augen lesen. Ich hingegen f&uuml;hle mich ganz gut. Die Zeit mit Shirley war durchaus&nbsp;belebend und aufregend &nbsp;- aber &nbsp;vor allen Dingen ist sie vorbei. (Alle Geschichten haben einen Anfang - und den gibt es &nbsp;<a href="http://wirre-welt-berlin.com/2013/07/01/die-grossen-sorgen-der-kleinen-amerikanerin/">hier </a>und <a href="http://wirre-welt-berlin.com/2013/09/16/die-kleine-amerikanerin-hat-angst/">hier</a>.)<br /><span></span>Beim Herausgehen fragt mich Peppermint Patty: "<em>Willst du mal in unsere Bibelgruppe kommen? You&acute;re invited."</em><br /><span></span><em>"Ach, ich wei&szlig; nicht. Diese Sache mit Gott ..." </em><br /><span></span>Sie macht nur eine wegwischende Handbewegung.<em> "Du, das kriegen wir schon hin. Trust me."</em><br /><span></span>Daran habe ich keinen Zweifel.<br /><span></span>Drau&szlig;en scheint die Sonne. Ich laufe drei Runden um den Flughafen-Parkplatz herum, immer im Kreis, bis ich sicher bin, &nbsp;dass das Frauen-Trio in einem Bus verschwunden und die Maschine nach Frankfurt in der Luft ist.<br /><span></span>Goodbye Shirley.<br /><span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Geheimnisse]]></title><link><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/geheimnisse]]></link><comments><![CDATA[https://www.olivermenard.de/mein-berlin/geheimnisse#comments]]></comments><pubDate>Sun, 27 Apr 2014 22:00:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.olivermenard.de/mein-berlin/geheimnisse</guid><description><![CDATA[ZWEI M&Uuml;TTER UND IHRE RABENSCHWARZEN GEHEIMNISSE          [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<h2 class="wsite-content-title"><font size="5">ZWEI M&Uuml;TTER UND IHRE RABENSCHWARZEN GEHEIMNISSE</font></h2>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.olivermenard.de/uploads/4/0/4/3/40431569/published/dunkel.jpg?1708719700" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"></div>]]></content:encoded></item></channel></rss>